Durchs Leben mit der Kamera: Das Werk des Kameramanns Audrius Kemežys
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Das Vilnius Kurzfilmfestival präsentiert
Dieses Kurzfilmprogramm lädt Sie ein, einen Blick auf den kreativen Werdegang des Kameramanns Audrius Kemežys aus Birštonas zu werfen. Audrius Kemežys zählt zu den bekanntesten und bedeutendsten litauischen Kameramännern und wurde mit dem Litauischen Nationalpreis für Kultur und Kunst ausgezeichnet. Obwohl er viel zu früh aufgrund einer schweren Krankheit verstarb, drehte er im Laufe seiner Karriere über fünfzig Filme, von denen einige die Geschichte des litauischen Kinos nachhaltig prägten.
Diese Retrospektive bietet die Gelegenheit, nicht nur seine filmischen Werke zu sehen, sondern auch den darin eingefangenen Zeitfluss zu verfolgen, in dem sich sowohl die dargestellten Figuren als auch die dargestellte Umgebung und die Film- und Bildtechnik selbst verändern. Audrius Kemežys' künstlerischer Werdegang gleicht einer Reise durchs Leben mit der Kamera.
Wie es sich für eine kreative Reise gehört, ist dieses Programm sehr vielfältig – es umfasst verschiedene Dokumentar- und Spielfilme unterschiedlicher Regisseure, die die Beziehung verschiedener Menschen zur Welt und zu sich selbst erforschen. Diese Filme offenbaren Audrius Kemežys' charakteristische Aufmerksamkeit für die gefilmten Personen und die Umgebung sowie seine Fähigkeit, die Intention des Films eindrücklich durch Bilder zu vermitteln.
Das Programm wurde im Januar 2026 auf dem 19. Vilnius Kurzfilmfestival vorgestellt. Kurator des Programms ist der Filmregisseur und Drehbuchautor Lukas Kacinauskas.
Das Vilnius Kurzfilmfestival ist das einzige internationale Filmfestival in Litauen, das für die Oscars und den Europäischen Filmpreis qualifiziert ist, und eines der größten Festivals im Baltikum, das ausschließlich Kurzfilme zeigt. Jedes Jahr im Januar präsentiert es die neuesten und herausragendsten Kurzfilme aus aller Welt und bringt Filmemacher, Branchenvertreter und Filmliebhaber zusammen. Vom 20. bis 26. Januar 2027 feiert das Festival sein 20-jähriges Jubiläum.
Dauer: 95 Minuten.
Volkszählung: N-16
Programmfilme:
Nebel der Nebel
Dir. Audrius Stonys / Dokumentarfilm / Litauen / 2006 / 30 Min.
Der Film „Nebulae of the Clouds“ ist ein philosophischer Essay über die Zerbrechlichkeit des menschlichen Körpers angesichts der Zeit. Dieser meditative Film erzählt eine Geschichte ohne Worte. Was bedeutet es, einen menschlichen Körper zu haben, in ihm zu leben und mit ihm allmählich zu altern?
Spezialist
Dir. Giedrė Beinoriūtė / Dokumentarfilm / Litauen, Lettland, Frankreich / 2012 / 16 Min.
„Du musst jeden Tag arbeiten, jeden Tag, jeden Tag!“, ruft eine Ameise aus den Lautsprechern Eglė zu. Eglė studiert Tonregie und nimmt Geräusche für eine Radiobearbeitung eines Märchens auf. Eglė möchte eine gute Spezialistin werden. Und das wird sie ganz bestimmt auch. Dieser Film ist Teil des internationalen Dokumentarfilmprojekts „15 jung für jung“.
Menschenmengen
Dir. Ramunė Rakauskaitė / Dokumentarfilm / Litauen / 1997 / 3 Min.
Der Film erforscht die Menschenmenge abstrakt als wandelbare Form, zusammengesetzt aus vielen Details. Bewegung, Dichte und Rhythmus verwandeln Menschen in Linien, Ströme und Muster, in denen die Individualität in der Gesamtform aufgeht. Die Menge wird hier nicht als narrative Figur, sondern als visuelles Phänomen wahrgenommen, das sich ständig verändert und neu formiert.
Magpie2
Dir. Mykolas Vildžiūnas / Dokumentarfilm / Litauen / 2010 / 28 Min.
Die letzte Ausstellung von Benas Šarka. Sie zeigt weggeworfene Meeresgegenstände, die in „Vögel, die deine Augen nähren“ verwandelt wurden. Benas Šarka ist Avantgarde-Künstler, Schöpfer, Mensch und Vogel zugleich. Auf die Frage nach seiner Identität antwortet er mit einem Shakespeare-Zitat: „Ich bin eine sterbliche Mischung aus Wasser und Lehm.“ In Benas’ Leben sucht man die Rituale des Alltags und lange philosophische Monologe vergeblich. Er akzeptiert nur eine Form der Kommunikation – Kreativität. Nur wer ihn kennt, lernt Benas wirklich kennen. Nur durch das Erzählen von Geschichten über ihn entsteht ein Porträt dieses Künstlers.
Minnesänger tragen lange Mäntel.
Dir. Agnė Marcinkevičiūtė / Spielfilm / Litauen / 1999 / 18 Min.
Der Film erzählt die Kurzgeschichte eines Liebesliedes, angesiedelt in Užupis in den 1970er Jahren, wo trotz der von der sowjetischen Besatzung geprägten Realität der Geist der litauischen Freiheit herrscht und Minnesänger in Maximänteln umherziehen.
Die Regisseure dieser Filme werden an dem Programm teilnehmen.