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Die Ausstellung ist dem Andenken an den Künstler, Fotografen, Buchillustrator, Innenarchitekten, Architekten und Galeristen Valdas Gilis (1960–2021) gewidmet.
(…) Obwohl wir in Gilius’ Gemälden keine konkreten Landschaften erkennen, offenbaren sie doch das Einzigartige und Besondere an Farbe und Licht der Landschaft. Die Landschaften sind in seinen Bildern eng mit den Motiven des Interieurs verwoben, die Grenze zwischen Außen- und Innenraum verschwimmt. Reale Motive verwandeln sich in fantastische. Blumen in Töpfen wachsen zu riesigen Bäumen heran, menschliche Gestalten, die an Körpervolumen und Gewicht verloren haben, schweben in der Luft. Alle Umweltmotive sind stark abstrahiert. Sie interessieren den Künstler weniger als poetische oder ästhetische Bilder, sondern auch wegen ihrer Energie.
Die Gemälde des Künstlers, die sich abstrakten Kompositionen annähern, zeichnen sich durch eine große kompositorische Vielfalt aus. Dennoch lassen sich einige charakteristische Merkmale seiner Komposition erkennen. Alle Leinwände sind durch ausgewogene tektonische Strukturen gekennzeichnet, die einen dynamischen Kontrast zum impulsiven Ausdruck breiter Pinselstriche bilden.
Raminta Jurėnaitė